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76307 Karlsbad

Haus-Conrath

Aus für denkmalgeschütztes Haus?

„Wenn nicht alle Vorzeichen trügen, wird das Conrath-Haus, ein kleines Denkmal des alten Dorfes Langensteinbach, der Spitzhacke zum Opfer fallen.“ So stand es in der Ettlinger Ausgabe der „Badischen Neuesten Nachrichten“ Nr. 67 vom 21.03.1995 zu lesen. Eine kleine Initiativgruppe war alarmiert. Sie hatte sich bereits 1993 gebildet und sich der Rettung des denkmalgeschützten kleinbäuerlichen Anwesens verschrieben.


Eigentümerin des Hauses Conrath entschied sich für Abbruch

Von seinen letzten privaten Eigentümern namens Conrath war das Haus vor Jahren an die politische Gemeinde verkauft worden. Zunächst diente es einer Schülerhilfe als Unterkunft. Dann wurde es als Wohnung für Asylanten genützt. Schließlich erwarb es die Evangelische Kirchengemeinde samt dem dazugehörigen Grundstück im Dezember 1992 zur Erweiterung ihres Bauplatzes für ein Gemeindehaus. Doch dann fehlte der neuen Eigentümerin das Geld für die Sanierung des Hauses Conrath. Sein Abbruch wurde als einziger Ausweg aus dem Dilemma gesehen. Gegen den Protest aus der Bürgerinitiative „Förderverein Haus Conrath“ wurde im Sommer 1993 als erstes die Scheune geopfert. Ein Abbruch des Wohnhauses konnte dagegen verhindert werden: Rund 100 Personen hatten eine Eingabe an Ortsvorsteher Klebensberger mit der Bitte um Unterstützung für die Erhaltung des Conrath-Hauses unterschrieben. Das Schreiben wurde am 27.03.1995 übergeben.


Widerstand gegen Vorhaben des Fördervereins

Im Ort gab es teilweise heftigen Widerstand gegen die Erhaltung und Sanierung des denkmalgeschützten Hauses. Es sei „ein Schandfleck für das Dorf“. Die Entscheidung zog sich hin. Mittlerweile gab der Förderverein nach Absprache mit dem Landesdenkmalamt Baden-Württemberg – Außenstelle Karlsruhe - dem Architekturbüro Barbara Kollia-Crowell & Robert Crowell in Karlsruhe den Auftrag für eine Voruntersuchung des Hauses und eine dendrologische Untersuchung von Balken durch die Universität Hohenheim. Die Kosten für beide Untersuchungen übernahm der Förderverein. Auch war er der Kirchengemeinde bei der Beantragung eines Zuschusses behilflich.


Erfreuliches Untersuchungsergebnis

Nach der im November 1996 vorgelegten Bauforschung befand sich das Haus Conrath entgegen der Meinung seiner Kritikerinnen und Kritiker in erhaltenswertem Zustand. Lt. dendrologischer Untersuchung wurde der Kernbau im Jahre 1662ff errichtet. Damit ist das Haus Conrath rund hundert Jahre älter als bis dahin angenommen und somit wohl das älteste Haus in Langensteinbach.


Aus Initiativgruppe Förderverein wird Förderverein Haus Conrath e.V.

Der anhaltende Widerstand gegen eine Sanierung des Hauses machte für die Verhandlungen der Initiative mit Kirchengemeinde und Kommune die Gründung eines eingetragenen Vereins mit Vereinssatzung unumgänglich. Diese wurde am 10.12.1996 errichtet. Der Verein wurde am 16.01.1997 rechtswirksam in das Vereinsregister beim Amtsgericht Ettlingen eingetragen.


Ortschaftsrat und Gemeinderat mehrheitlich für Anliegen des Fördervereins

Nach längerem Hin und Her fand am 10.04.1997 eine Öffentliche Sitzung des Ortschaftsrates Langensteinbach statt. Dabei sprach sich der Ortschaftsrat mehrheitlich für die Erhaltung des Hauses Conrath aus. Der damalige Bürgermeister stellte dann für weitere Gegner des Hauses in der Öffentlichen Sitzung des Gemeinderates Karlsbad am 26.11.1997 bezüglich des Conrath-Hauses einen Antrag zur Abstimmung. Dieser sollte der Kirchengemeinde den Abbruch des Hauses ermöglichen. Der Gemeinderat jedoch verweigerte diesem Antrag mehrheitlich ebenfalls die Zustimmung.


Förderverein Haus Conrath e.V. wird Mieter und treibt Sanierung voran

Erneute Verhandlungen mit Kirchengemeinde und Evangelischem Oberkirchenrat in Karlsruhe führten am 27.07.2001 zwischen Kirchengemeinde und Förderverein zum Abschluss eines Mietvertrages für das Haus Conrath. Danach ist der Verein seit 01.10.2001 für zunächst 25 Jahre Mieter des Hauses. Am 09.10.2001 fand der erste freiwillige Arbeitseinsatz zur Sanierung des Hauses Conrath statt. Insgesamt wurden seither bis zur Einweihung im November 2006 über 7500 freiwillige Arbeitsstunden geleistet.
m Obergeschoss befindet sich jetzt das Atelier einer Goldschmiedin. Das Untergeschossmit seiner wunderschönen Stube  wird für Veranstaltungen verschiedenster Art genutzt werden, über die wir Sie unter "Aktuelles" informieren. Das Untergeschoss kann zu bestimmten Bedingungen auch von Privatpersonen gemietet werden , wenn Sie in einem stilvollen Ambiente Familienfeiern, Jubiläen oder andere Ereignisse feiern möchten.


Zweck und Ziel des Vereins lt. Satzung

Zweck ist die Verhinderung des Abrisses des Hauses sowie seine Renovierung und dauerhafter Erhalt. Auch soll das Bewusstsein der Bürger zur Erhaltung dieses Kulturgutes wachgerüttelt werden. Ziel ist es, das renovierte Haus einer sinnvollen, der Allgemeinheit dienenden Nutzung zuzuführen.


Auch nach Erreichen des gesteckten Ziels benötigt der Förderverein Unterstützung

Hierfür bittet der als gemeinnützig anerkannte Förderverein herzlich um Spenden. Seine Bankverbindung: Sparkasse Ettlingen, BLZ 660 512 20, Kto-Nr. 11 43 148,Spendenbescheinigungen werden ausgestellt.
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